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Lago di Bolsena
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Bolsena ist eine italienische Stadt am Vulkansee Lago di Bolsena, Provinz Viterbo, im Latium. Der Ort verfügt über eine Grundfläche von 63.94 km², liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 350 m ü. NN und hat 4194 Einwohner (Stand am 30. Juni 2005). Wahrscheinlich entstand Bolsena als die Römer die Einwohner des eroberten etruskischen Hauptortes Volsinii hierher umsiedelten, daher rührt der antike Name Volsinii Novi für Bolsena. Über der heutigen Stadt thront eine mittelalterliche Burg. In der Kirche der hier begrabenen Heiligen Christina sind nicht nur Katakomben zu besichtigen, sondern auch die Blutflecken auf dem Altarstein, die von dem Wunder herrührten, als ein böhmischer Priester, der an der Transsubstantiation zweifelte, im Jahre 1263 auf seiner Pilgerreise nach Rom während der Eucharistie die Hostie (=Leib Christi) brach und aus dieser der Legende nach Blut tropfte. Dieses Wunder begründete das Fronleichnamsfest. Daraufhin wurde in dem nahe gelegenen Orvieto der Dom gebaut, in dem das Altartuch als Reliquie aufbewahrt wird. Das Fest "Santa Cristina" wird in Bolsena jedes Jahr am 24. Juli mit großem Aufwand gefeiert. Die Lebensgeschichte der Heiligen, die dort im Jahre 304 als Märtyrerin starb, wird in Form eines Mysterienspiels an verschiedenen Plätzen des Ortes in Szene gesetzt. In und um Bolsena wird der Weißwein Est! Est! Est! angebaut, der ursprünglich im Nachbarort Montefiascone "erfunden" wurde (siehe hierzu auch den Artikel Weinbau in Italien). Bolsena trägt die Bandiera Arancione ein Qualitätssiegel im Bereich Tourismus und Umwelt des TCI. Die Gegend Tuscia genannt, die heute die Provinz von Viterbo ist, war die Wiege der etruskischen Zivilisation. Wichtige Zeugnisse kann man unweit vom Lago di Bolsena finden, vor allem in Vulci, San Giovenale, Norchia, Corchiano, Castel d'Asso, Tarquinia, eine der Hauptstädte der etruskischen Dodekapolis, und Tuscania. |
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